
Konzerttätigkeit
Als Solistin trat Magdalena in Europa, Kanada und Israel auf. Sie gab Recitals bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, Lugano Musica im LAC Lugano Arte e Cultura, dem Bachfest in Leipzig, dem Klavierfestival Ruhr, Resonanzen im Konzerthaus Wien, dem Festival Oude Muziek in Utrecht, Freunde Alter Musik Basel, den Thüringer Bachwochen, den Magdeburger Telemann-Festtagen sowie Les Journées de Clavecin en France. Sie spielte auf zahlreichen historischen Orgeln, darunter Instrumente von Antegnati, Silbermann, Ebert, Nacchini und Callido.
Neben ihren solistischen Auftritten arbeitet sie mit verschiedenen Ensembles und Orchestern zusammen, darunter Ensemble Claudiana (unter der Leitung von Luca Pianca), La Cetra Barockorchester (unter der Leitung von Andrea Marcon), Capriccio Basel, Bernvocal (unter der Leitung von Fritz Krämer), La Scintilla, I Pomeriggi Musicali, I Madrigalisti Ambrosiani (unter der Leitung von Gianluca Capuano), CordArte und Il Profondo. Zudem arbeitet sie mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Sinfonieorchester Basel und dem Berner Symphonieorchester an zeitgenössischen und Filmmusikprojekten. Sie trat in verschiedenen Barockopernproduktionen an Theatern in Basel und Bern auf. Zwischen 2008 und 2011 war sie als musikalische Assistentin von Andrea Marcon und als Cembalistin in Barockopernproduktionen am Theater Basel tätig.
Sie hat verschiedene Orchesterwerke für Tasteninstrumente bearbeitet, darunter eine Auswahl von A. Corellis Concerti Grossi Op. 6 für zwei Cembali sowie frühe Orchesterwerke von Mozart für Solo-Orgel. Diese Transkriptionen sind in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil ihrer Recitals geworden und werden bald als Aufnahmen und gedruckte Notenausgaben veröffentlicht.
Sie ist Mitbegründerin und Präsidentin des Schweizer Vereins Tastiere Antiche, der sich der Förderung der Kultur historischer Tasteninstrumente widmet.
©Łukasz Krajewski
©Senso StampaUnterrichtstätigkeit
Neben ihrer Konzerttätigkeit engagierte sie sich akademisch, indem sie von 2015 bis 2023 als Assistentin in der Cembaloklasse von Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis, Teil der FHNW Hochschule für Musik in der Nordwestschweiz, unterrichtete.
Neben ihrem vollen Konzertkalender gibt sie regelmäßig Meisterkurse und unterrichtet in Sommerkursen. So leitete sie im März 2024 eine Meisterklasse zu Renaissance- und frühbarocken Orgeln sowie Orgelmusik an der Universität der Künste Helsinki - Sibelius Akademie in Finnland.
Ausbildung
Geboren in Warschau, Polen, studierte sie Cembalo und Orgel in mehreren Ländern, darunter Polen, Finnland, Italien und die Schweiz. Sie absolvierte ihr Studium an der Musikakademie Kattowitz, wo sie Cembalo bei Marek Toporowski und Orgel bei Julian Gembalski studierte. Während dieser Zeit studierte sie zudem bei Miklós Spányi (Cembalo, Clavichord) und Maija Lehtonen (Orgel) an der Oulu University of Applied Sciences in Finnland im Rahmen des Socrates-Erasmus-Austauschprogramms.
Sie setzte ihr Studium der historischen Orgel bei Lorenzo Ghielmi an der Accademia Internazionale della Musica in Mailand, Italien, fort. In der Schweiz erhielt sie ein Stipendium der Schweizer Regierung zur weiteren Förderung ihrer Ausbildung. 2010 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung an der Schola Cantorum Basiliensis, FHNW Hochschule für Musik in der Nordwestschweiz, in der Cembaloklasse von Andrea Marcon ab.
©Łukasz Krajewski
©Senso StampaAufnahmen
Die Diskografie von Magdalena umfasst Aufnahmen für Cembalo, Orgel und Kammermusik: J.S. Bachs Sonaten für Flöte und Cembalo mit Claudia Gerauer und Toru Yamamoto. A. Corellis Concerti Grossi Op. 6, Transkriptionen für zwei Cembali von Magdalena Malec, Cembaloduo mit Andrea Buccarella. Österreichische Barockkammermusik für Violine und Basso continuo mit Jolanta Sosnowska, Mirko Arnone und Tore Eketorp. Doppel-CD 'Die Familie Forqueray' mit Solo- und Kammermusik für Cembalo. 'L’Orgue d'Offwiller', das eine historische Orgel in Elsass, Frankreich, dokumentiert. Motetten von Leopold von Plawenn, Archivreihe 'Klingende Kostbarkeiten aus Tirol', Institut für Tiroler Musikforschung in Österreich, geleitet von Jörg-Andreas Bötticher. Aufnahmen für die Radiosender WDR, ORF und Accent4.
Preise und Auszeichnungen
Magdalena Malec gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei folgenden Wettbewerben:
- 17. Internationaler Johann-Sebastian-Bach-Cembalowettbewerb in Leipzig 2010.
- Xavier Darasse Internationaler Orgelwettbewerb in Toulouse 2008.
- Paul Hofhaimer Internationaler Orgelwettbewerb in Innsbruck 2007.
- Gaetano Callido Internationaler Orgelwettbewerb in Borca di Cadore 2007.
- Francesco d’Onofrio Internationaler Orgelwettbewerb in Carunchio 2006.
- Internationaler Orgelwettbewerb in Fano Adriano 2005.
- Sonderpreis des polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe beim Wettbewerb „Junges Polen“ für junge polnische Künstler in Warschau 2005.
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